Bio-Ring Allgäu e.V. – mehr Bio für alle!

Erklärtes Ziel des Bio-Ring Allgäu e.V. ist es, Verbraucher und Landwirte zusammenzubringen und dem ökologischem Landbau den nötigen Stellenwert zu geben. Der Verein wurde 1. Juli 1987, auf Initiative des BUND Naturschutzes unter Leitung des Landwirtschaftsberaters Ernst Wirthensohn in Kempten gegründet.

Die Gründer hatten sich das Ziel gesetzt, sich für einen schonende Umgang mit der Natur und artgerechter Tierhaltung vermittelnd einzusetzen und eine Ausweitung der biologischen Anbaumethoden in Landwirtschaft und Gartenbau anzustreben. Dazu sollten Beratungen, Schulungen, Aufbau erzeugernaher Vermarktungsstrukturen, Seminare, Fortbildungen und eine breite Öffentlichkeitsarbeit beitragen. Im Vordergrund stand damals vor allem der Aspekt der gesunden Ernährung – die Vollkornwelle war ganz aktuell.

Über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurde eine Vollzeitstelle geschaffen und mit Unterstützung von Zivildienstleistenden eine Geschäftsstelle eingerichtet. Später kam noch über die katholische Landjugend eine weitere Stelle dazu.

Seitdem ist viel passiert, es wurde viel ausprobiert und viel erreicht, von der Gründung einer Bio-Fleischbörse zur Vermarktung der Bio-Kühe an die Fa. Hipp bis hin zum Bio-Mobil, dem fahrenden Naturkostladen, der die Produkte der verschiedenen Erzeuger, zu den Kunden bringen sollte, denn Bio war in den Anfangszeiten schwer erhältlich. Bioläden gab es nur vereinzelt und die Bauern und Verarbeiter lagen weit verstreut.

Das Profil des Vereins hat sich im Lauf der Zeit verändert. Von der Fleischvermarktung hat man sich verabschiedet, die Schulungen und Beratungen für die Bio-Bauern haben inzwischen die Anbauverbände übernommen, die Geschäftstelle des Biorings ist inzwischen im Kempodium in Kempten angesiedelt und halbtags besetzt. Zivis gibt es längst nicht mehr, dafür eine feste Mitarbeiterin. Bei Themen wie Gentechnikfreies Allgäu hat der Bio-Ring wesentlich mit dazu beigetragen, dass das Bewusstsein für die Gefahren der Gentechnik in der Bevölkerung und bei den Politikern angekommen ist.
Auch der Arbeitskreis „Kühe mit Hörnern“ hat sich beim Bio-Ring angesiedelt. Das Horn der Kuh wurde zum Thema und heute gibt es wieder junge Bauern, die gerne die Mühe auf sich nehmen und Kühen mit Hörnern halten.

Umfassender Überblick über alle Bio-Angebote in der Region.

Heute werden Bio-Herbstmärkte in Mindelheim, Trauchgau, Obergünzburg, Marktoberdorf organisiert und gerne von den Kunden angenommen. Es finden Hofbesichtigungen, Filmvorführungen, besondere Jahreshauptversammlungen, Info-Stände und Vorträge statt. Den Bio-Einkaufsführer für das Allgäu gibt sowohl in gedruckter Fassung wie online, wo er laufend aktualisiert wird. Das Info-Telefon und die „Allgäuer Bio-Nachrichten“ versorgen die Verbraucher mit Betriebs-Porträts und vielen Neuigkeiten aus der Bio-Szene im Allgäu. Inzwischen sind Bio-Bauern, Verarbeiter und Verbraucher im gesamten Allgäu dank der Arbeit des Biorings gut vernetzt.

Christine Räder, seit 25 Jahren Geschäftsführerin des Bio-Ring Allgäu e.V.
Tel: 0831 – 22790, E-Mail: info(at)bioring-allgaeu.de

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